Astaxanthin in Nahrungsmitteln

5. Mai 2018 in Astaxanthin
Zubereiteter Lachs, mit Zitronenscheiben, Tomate, Salat und Kräutern

Natürliches Astaxanthin findet sich in Algen, Fischen, Krustentieren und den Federn einiger Vögel, wie z.B. Flamingos. Während Flamingo-Federn nicht unbedingt auf den Speiseplan gehören, lohnt es sich, bei Lachs, Forelle, Hummer und Shrimps näher hinzuschauen. Insbesondere an Lachsen kommt man nicht vorbei, wenn es um Astaxanthin in Nahrungsmitteln geht.

Astaxanthin in Lachs

Rotlachse in seichtem GewässerWenn Sie sich schon ein wenig mit dem Thema befasst haben, lesen Sie dies bestimmt nicht zum ersten Mal: Astaxanthin ist der rötlich-violette Farbstoff, dem der Lachs seine rosa Farbe verdankt. Wissenschaftler sind sich ebenfalls einig, dass Lachse nur dank Astaxanthin in der Lage sind, Flüsse über lange Distanzen stromaufwärts zu schwimmen. Dieses Phänomen macht Astaxanthin für Leistungssportler ebenfalls interessant.

An der Weisheit, dass mindestens 1 Mal pro Woche Fisch auf den Speiseplan gehört, ist sicherlich etwas dran. Dabei ist der Lachs nicht nur deshalb besonders gesund, weil er die höchste Astaxanthin-Konzentration der Welt aufweist. Auch ungesättigte Omega-3-Fettsäuren sprechen für den beliebten Speisefisch. Doch Lachs ist nicht gleich Lachs.

Wildlachs vs. Aquakultur

Riesiger Schwarm Fische in seichtem WasserEinerseits ist es sicher löblich, mit ökologisch verantwortungsvollem Aquafarming der weltweiten Nachfrage nach Speisefisch nachzukommen, statt die Überfischung der Weltmeere weiter voranzutreiben. Eine entscheidende Rolle spielt dabei jedoch die Fütterung der Zuchtfische.

So hat Bernd Schäfer Untersuchungen hinsichtlich der unterschiedlichen isomeren Astaxanthine vorgenommen und in seinem Buch Naturstoffe in der chemischen Industrie (ISBN 978-3-8274-1614-8) veröffentlicht. Er konnte dabei erhebliche Unterschiede zwischen Wildlachs, mit natürlichem und mit synthetischem Astaxanthin gefüttertem Zuchtlachs nachweisen.

Tipp: Wenn Sie Lachs aus Aquakulturen kaufen, achten Sie zumindest auf einen Hinweis, dass der Fisch mit natürlichem Astaxanthin gefüttert worden sei. Lesen Sie aber bitte auch den folgenden Absatz. Denn natürlich ist nicht zwangsläufig gleich natürlich.

Wirklich natürlich?

Schwarm Rotlachse am mit Gras bewachsenen Ufer eines GewässersWenn Sie in Zusammenhang mit der Fütterung von Zuchtlachsen „natürlich“ lesen, ist dies keineswegs eine Garantie dafür, dass der Lachs mit der Alge Haematococcus pluvialis in Berührung kam. Dies wäre z.B. bei der Verfütterung von Krebstiere bzw. Garnelenschrot der Fall.

Denn auch aus genetisch verändertem Hefepilz gewonnenes Astaxanthin darf sich „natürlich“ nennen, obgleich es dem synthetischen sehr ähnlich ist. Mit Gammastrahlen oder mutagenen Chemikalien behandelte Phaffia-Hefe ist vermutlich nicht das, was Ihren Vorstellungen von einer gesunden Ernährung entspricht.

Unterschiede bei Wildlachs

Um auf Nummer sicher zu gehen, bleibt also praktisch nur noch der Wildlachs. Hierzu haben Turujman, Wamer, Wei bereits 1997 Studienergebnisse veröffentlicht. Demnach kommen Sie nicht am Rotlachs vorbei, wenn Sie auf Supplements verzichten möchten. Hiervon genügen 100g, um auf die Dosis von 4mg Astaxanthin zu kommen – jeden Tag.

Vom handelsüblichen Wildlachs aus dem Atlantik hingegen wäre schon der Verzehr von fast einem Kilogramm erforderlich, um diese Dosis zu erreichen.

Der berühmte Alaska-Seelachs fällt deshalb durch’s Raster, weil er zwar so heißt, aber kein Lachs ist, sondern ein Fisch aus der Familie der Dorsche. Dasselbe gilt übrigens für den meist als Seelachs verkauften Köhler.

Weitere Fische & Meerestiere

Lachsforelle

Regenbogenforelle in seichtem Wasser mit Kies bedecktem GrundDie Forelle gehört zur Familie der Lachsfische. Als naher Verwandter des Lachses ist auch die Art der Züchtung sehr ähnlich. Das heißt auch, dass auch bei diesem beliebten Speisefisch mit beinahe denselben Tricks gearbeitet wird wie beim Lachs.

Wie schon beim Alaska-Seelachs, handelt es sich bei Lachsforelle nicht um die biologische Bezeichnung einer Tierart, sondern um einen Verkaufsnamen. Früher bezeichnete man Meerforellen, deren Fleisch sich aufgrund der astaxanthinhaltigen Nahrung (u.a. Krebse & Garnelen) rötlich färbt.

Wenn Sie heute eine Lachsforelle kaufen, geht die Wahrscheinlichkeit aber gegen 100%, dass es sich um eine Regenbogenforelle handelt. Diese ist wegen des rasanten Wachstums für die Zucht als Speisefisch ideal. Wie schon beim Lachs aus Aquakulturen erlangt sie ihr leicht rötliches Fleisch durch die Fütterung mit natürlichem oder synthetischen Astaxanthin.

Hummer, Shrimps & Krabben

Schälchen mit vielen kleinen, rotfarbenen SchalentierenBeim rohen Hummer ist Astaxanthin durch das Protein Crustacyanin bzw. Beta-Crustacyanin gebunden. Durch Erhitzen, d.h. kochen, wird es freigesetzt und der Hummer erhält seine rötliche Färbung. Die Konzentration ist allerdings bei weitem nicht so hoch wie beim Rotlachs. Deshalb ist der Hummer zwar als Quelle für natürliches Astaxanthin geeignet. Eine Tagesdosis von 4mg ist durch den Verzehr von Hummer jedoch realistischerweise kaum zu erreichen.

Bei Shrimps und Krabben kann man sich gedanklich die Nahrungskette von der Alge Haematococcus pluvialis bis hin zum Lachs vorstellen. Zur Nahrung ausgewachsener Lachse zählen unter anderem kleine Krebse und Garnelen. So sind auch Shrimps und Krabben als natürliche Quelle für Astaxanthin nicht zu verachten.

Sowohl beim Hummer als auch bei Garnelen, d.h. Shrimps oder Prawns, und Krabben bzw. Krebsen gilt es, auf die Herkunft bzw. Zuchtbedingungen zu achten.

Obst und Gemüse

Wenn Sie jetzt an das Carotinoid Astaxanthin als Farbstoff denken, stellen Sie sich möglicherweise die Frage: Wie sieht es mit rötlich gefärbtem Obst und Gemüse aus? Insbesondere für Veganer wären diese Nahrungsmittel eine echte Alternative. Doch die rote Pigmentierung hat aller größtenteils andere Ursachen.

Orangen & Tomaten

Grüne OrangenÜber Orangen ist eigentlich alles gesagt, wenn man sich vor Augen führt, dass sie sie in ihren Ursprungsländern eher grün als orange sind. Die einheitliche Farbe der vor allem früher auch als Apfelsine bekannten Frucht ist oftmals einer zulässigen Entfärbung geschuldet und nicht etwa Astaxanthin.

Besser sieht es da schon bei Tomaten aus. Hier ist es jedoch vorwiegend Lycopin, das für die rote Farbe sorgt. Lycopin ist – ebenso wie Astaxanthin – ein Farbstoff, der zu den Carotinoiden gehört.

Karotten & Paprika

Möhren mit grün und 2 Gläser mit KarottensaftKarotten gibt es ursprünglich schwarze, weiße, gelbe, rote und auch violette. Durch Züchtung durchgesetzt und beim Verbraucher etabliert hat sich aber die orangefarbene. Tatsächlich finden sich in den farbgebenden Carotinoiden der Karotte auch Spuren von Astaxanthin. Als gesund für die Augen gilt die Karotte aber vor allem wegen des hohen Gehalts an Beta-Carotin.

Rote und gelbe PaprikaÄhnlich verhält es sich bei Paprika. Paprika enthalten Flavonoide und Carotine, die beide als Antioxidantien unsere Zellen schützen. Gesundheitliches Top-Feature des Paprikas ist zweifelsohne sein hoher Gehalt an Vitamin-C. Die im Paprika nachweisbaren Spuren von Astaxanthin sind aber leider vernachlässigbar, wenn Sie eine tägliche Dosis von 4mg anstreben.

Copyright Astaxanthin.de Alle rechte vorbehalten.
Astaxanthin website use Desk Mess Mirrored theme from buynowshop.com

Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Inhalte. Wenn Sie diese Website weiterhin besuchen, erklären Sie sich damit einverstanden. Nähere Infos finden Sie unter Datenschutz.