Die Wirkung von Astaxanthin

Wirkung von Astaxanthin – Was die Forschung zeigt

Wirkung von Astaxanthin – was die Forschung über das rote Antioxidans sagt

Astaxanthin wird seit vielen Jahren intensiv erforscht. Dabei rückt vor allem eine Eigenschaft immer wieder in den Mittelpunkt: seine außergewöhnlich starke antioxidative Wirkung. Als sekundärer Pflanzenstoff aus der Mikroalge Haematococcus pluvialis ist Astaxanthin nicht nur für seine rötliche Farbe bekannt, sondern auch für sein Potenzial, Zellen vor oxidativem Stress zu schützen – ohne dabei prooxidativ zu wirken, wie es bei manchen anderen Antioxidantien der Fall sein kann.

1. Zellschutz und antioxidative Wirkung

In einer Studie von Naguib (2000) wurde gezeigt, dass Astaxanthin in seiner antioxidativen Wirkung 10- bis 100-fach stärker als Vitamin E und deutlich stärker als Beta-Carotin ist.¹

Eine spätere Untersuchung von Hussein et al. (2006) bestätigte, dass Astaxanthin freie Radikale besonders effektiv neutralisieren kann, ohne selbst prooxidativ zu wirken – ein bedeutender Vorteil gegenüber anderen Carotinoiden.²

2. Augengesundheit – Schutz bei Bildschirmarbeit & UV-Belastung

Eine japanische Studie (Nagaki et al., 2002) untersuchte die Wirkung von Astaxanthin bei Menschen mit visueller Ermüdung (z. B. durch Bildschirmarbeit). Die Ergebnisse zeigten eine signifikante Verbesserung der Sehschärfe und eine Verringerung der Augenbelastung nach vier Wochen täglicher Einnahme.³

Astaxanthin ist eines der wenigen Carotinoide, das die Blut-Retina-Schranke passieren kann – ein Vorteil für die gezielte Versorgung der Augen.

3. Hautschutz und Elastizität – von innen heraus

Astaxanthin wird oft als „innerer Lichtschutz“ bezeichnet. In einer placebokontrollierten Doppelblindstudie an 49 Probandinnen zeigte sich, dass die tägliche Einnahme von Astaxanthin (6 mg über 6 Wochen) das Hautbild verbesserte, die Feuchtigkeit erhöhte und feine Linien reduzierte.⁴

Zudem fanden Forscher heraus, dass Astaxanthin helfen kann, die Hautstruktur bei UV-Belastung zu stabilisieren und die natürliche Hautelastizität zu erhalten – ein interessanter Aspekt für alle, die Wert auf jugendliches Aussehen legen.

4. Astaxanthin und sportliche Leistung

Auch im Sportbereich wird Astaxanthin zunehmend geschätzt. In einer placebokontrollierten Studie mit männlichen Athleten konnte die Einnahme über vier Wochen die Ausdauerleistung steigern und die Regeneration nach dem Training verbessern.⁵

Dieser Effekt wird auf die Kombination aus Zellschutz, verbesserter mitochondrialer Funktion und der Fähigkeit zurückgeführt, oxidativen Stress nach Belastung schneller auszugleichen.

5. Kognitive Unterstützung und mentale Klarheit

In einer kleinen Pilotstudie wurde untersucht, ob Astaxanthin die geistige Leistungsfähigkeit unterstützen kann. Die Ergebnisse deuteten darauf hin, dass Probanden unter täglicher Einnahme über 12 Wochen eine bessere mentale Klarheit und Konzentration berichteten.⁶

Zwar ist die Datenlage hier noch begrenzt, doch die Ergebnisse zeigen Potenzial – insbesondere im Zusammenhang mit neuroprotektiven Wirkungen, die in präklinischen Studien beobachtet wurden.

Zusammenfassung

Astaxanthin ist kein Wundermittel – aber ein vielseitiger Naturstoff mit beeindruckendem antioxidativen Potenzial. Ob für die Haut, die Augen, den Zellschutz oder die körperliche Belastbarkeit: Zahlreiche Studien bestätigen die positiven Eigenschaften, ohne dabei unrealistische Erwartungen zu wecken.

Wer auf natürliche Weise seine Zellen schützen und das allgemeine Wohlbefinden unterstützen möchte, findet in Astaxanthin einen spannenden Begleiter – insbesondere in Verbindung mit einem bewussten Lebensstil.

Zitierte Studienquellen:

  1. Naguib, Y.M. (2000). Antioxidant activities of astaxanthin and related carotenoids. J Agric Food Chem, 48(4), 1150–1154.
  2. Hussein, G. et al. (2006). Antihypertensive and neuroprotective effects of astaxanthin in experimental animals. Biol Pharm Bull, 29(4), 684–688.
  3. Nagaki, Y. et al. (2002). The effect of astaxanthin on accommodation and asthenopia. J Trad Med, 19(5), 170–173.
  4. Yamashita, E. (2006). Cosmetic benefits of astaxanthin on human subjects. Food Style 21, 10(6), 112–117.
  5. Earnest, C.P. et al. (2011). Astaxanthin supplementation improves cycling time trial performance in competitive cyclists. Int J Sports Med, 32(11), 882–888.
  6. Katagiri, M. et al. (2012). Effects of astaxanthin on cognitive function in middle-aged and older individuals. J Clin Biochem Nutr, 51(2), 102–107.

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